Ein Sieg des Willens
TuS mehr als 70 Minuten in Unterzahl - Dritter Torhüter im Dritten Spiel verschlissen
Mit einer Energieleistung, Willen und toller Moral entführte TuS die drei Zähler des richtungsweisenden Spiels aus Dörnten.

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VfB Dörnten - TuS Clausthal-Zellerfeld 2:3 (2:1). Tore: 1:0 (15.), 2:0 (18.), 2:1 (24.) Gräsler, 2:2 (50.) Gräsler, 2:3 (58.) Friede - Rot für TuS-Torwart Schütte (17./Handspiel ausßerhalb des Strafraums). 
Vor dem Spiel standen die Vorzeichen schlecht, personell fehlten TuS verletzungsbedingt. krankheitsbedingt, ortsabwesend oder aus disziplinarischen Gründen zehn Spieler und so schien zunächst wieder alles gegen die Oberharzer zu laufen. Man kam zwar gut rein, aber Thomas Hirschelmann traf nur die Latte (4.) und eine aussichtsreiche Gelegenheit wurde wegen vermeintlichen Abseits zurückgepfiffen (6.). Danach folgte wie aus dem Nichts das 1:0 für Dörnten und nach einem zu kurzen Rückpaß von Fabian Hansmann musste Torhüter Andre Schütte, er hütete das Tor weil alle etatmäßigen Torhüter verletzt oder verhindert waren, Kopf und Kragen riskieren und klärte dabei außerhalb des Strafraums mit der Hand, was zurecht die rote Karte nach sich zog. So musste zum dritten Mal nacheinander Feldpieler Dominik Selig einspringen, der nach dem folgenden Freistoß gleich die Kugel aus dem Netz holen durfte, 0:2. Wer aber nun dachte TuS wäre tot und ergibt sich seinem Schicksal sah sich getäuscht. Es ging förmlich ein Ruck durch die Mannschaft, jeder machte mehr Meter, lief Lücken zu und offensiv war man immer brandgefährlich. Das 1:2 durch den schnellen und lauffreudigen Jan Gräsler war der Lohn. Die Halbzeitansprache von Trainer Ingo Sarow schien gefruchtet zu haben, denn sofort war man präsent, Dörnten fand, bis auf eine Chance durch Acar, praktisch nicht statt und so drehten Gräsler und Bastian Friede mit ihren Treffer das Spiel. Das es bis zum Schluss spannend blieb, lag auch daran, daß TuS noch einige Hochkaräter liegen ließ, u.a. traf Faissal Boulakhrif per Kopf nur die Unterkante der Latte (85.), aber es reichte zum vielumjubelten Dreier.  "Ich bin einfach nur stolz auf die Leistung der Mannschaft. Wir haben alle Nackenschläge und personellen Rückschläge weggesteckt und ein tolles Spiel gezeigt. Dankeschön auch an alle Akteure der Zweiten, die sich in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Leider musste ich aufgrund des Spielverlaufs taktisch so handeln und konnte nachher nichts mehr verändern, aber die Jungs gehören genauso dazu. Respekt an das gesamte Team,", war TuS-Trainer Sarow überglücklich.
TuS Clausthal-Zellerfeld: Schütte, Hansmann, Kamphans, Breuninger, Huth, Selig, Hirschelmann, Friede, Boulakhrif, Gräsler, Baumgarten (18. Lepa).