Und wieder steht man mit leeren Händen da

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Trotz einer starken Leistung unterlag Fußball-Kreisligist TuS Clausthal/Zellerfeld
Tabellenführer Rot-Weiß Rhüden am Ostersamstag in einem Nachholspiel un-
glücklich mit 2:3 (1:1).
Gerechtigkeit gibt es im Fußball nicht, sonst hätten die Oberharzer nach neunzig
Minuten den Platz mindestens mit einem Punktgewinn verlassen müssen. Ein von
Unglücksrabe Marcus Bursch in der Nachspielzeit verschuldeter Foulelfmeter, be-
scherte den Gästen noch einen schmeichelhaften Sieg. Glück scheint für den TuS
ein Fremdwort zu sein, wieder einmal stand man mit leeren Händen da.
Trotz obligatorischer Personalprobleme sollte die Mannschaft, laut Trainer Ingo
Sarow, so etwas wie einen Neuanfang starten, dabei die Tabellensituation aus
den Köpfen verdrängen. Tatsächlich erarbeiteten sich die Platzherren ein Chancen-
plus, das mit entsprechender Kaltschnäuzigkeit zur Pausenführung hätte reichen
müssen. Frederik Brauer, ebenso wie Tobias Rebentisch, versagten vor dem Tor
die Nerven, Dominik Selig fand nach strammem Freistoß im Keeper seinen Meister.
Der Ausgleichstreffer von Rebentisch war hochverdient. Als die Partie nach dem
Seitenwechsel richtig Fahrt aufnahm, ereilte die Oberharzer der zweite Rückschlag.
Nach einigen Minuten des Schockzustandes biss sich die Mannschaft ins Match zu-
rück. Zwei Minuten vor dem Ende markierte der eingewechselte André Vollbrecht
nach feiner Einzelleistung den umjubelten Ausgleich. Etwas mehr Vollbrecht hätte
dem TuS gutgetan. Ingo Sarow stellte nach dem Schlusspfiff lapidar fest: "Ich habe
keine Erklärung, die Jungs tun mir leid."
 
                                                                               
TuS: Kößling, Hein, Spielmann, Rebentisch, Hanke, Wolloscheck, M. Böttcher,
        F. Böttcher, Selig, Brauer (84. Bursch), Joachim (75. Vollbrecht)
 
Tore: 0:1 (22.), 1:1 (29.)  Rebentisch, 1:2 (69.), 2:2 (88.) Vollbrecht,
         2:3 (90. +1) Foulelfmeter